BildungsCent e.V.
    Mai 2021

Editorial

 
 

Es gibt ein Grundrecht auf Zukunft

 

Aus den Programmen

 
 

KlimaDatenSchule – Neues Programm gestartet – Jetzt anmelden!

KlimaGesundheit – Aktiv für Kitas – Weitere Fachschulen für Teilnahme gesucht!

Generationen im Gespräch – Für mehr Begegnungen zwischen Jung und Alt

foodture – Schulverpflegung in Deutschland 

Nachgefragt Hoch Drei – Online-Klimaworkshop mit drei Expert*innen für Berliner Schulen

Planspiel Müll im Meer – Als Druckversion wieder verfügbar

Energie und Klimaschutz in Kitas – Im vierten Jahr in Berliner Kitas gestartet

 

In eigener Sache

 
 

BildungsCent e.V. sucht Unterstützung!

 

Was andere machen

 
 

Bürgerrat Klima – Ein Bürgerrat für unsere Zukunft

Students4Future – #SchuleNeuDenken – Public Climate School im Mai

Planet A – Umwelt im Internet – Jugendseite des Bundesumweltministeriums

 
   

Editorial

Es gibt ein Grundrecht auf Zukunft

Liebe Leser*innen,

 

sicher haben Sie es aus den Nachrichten erfahren: Die Klage der jungen Generation gegen das Klimaschutzgesetz war erfolgreich: Das aktuelle Klimaschutzgesetz verschiebt die Belastungen der Klimakrise auf nach 2030 und verletzt damit die Freiheitsrechte der jungen Generation. Nun muss nachgebessert werden. 

Gegen das in 2019 verabschiedete Klimaschutzgesetz hatten vor allem junge Menschen geklagt. Sie wurden dabei von mehreren Umweltverbänden unterstützt. Einige von ihnen sind auch in der Fridays-for-Future-Bewegung aktiv. Es ist das erste Mal, dass ein hochrangiges Gericht mit der Generationengerechtigkeit argumentiert. Die Verantwortung dürfe nicht mehr länger abgewälzt werden, so die Richter*innen. Im Beschluss des Bundesverfassungsgerichts heißt es: 

 

„Die zum Teil noch sehr jungen Beschwerdeführenden sind durch die angegriffenen Bestimmungen aber in ihren Freiheitsrechten verletzt. Die Vorschriften verschieben hohe Emissionsminderungslasten unumkehrbar auf Zeiträume nach 2030. Dass Treibhausgasemissionen gemindert werden müssen, folgt auch aus dem Grundgesetz. Das verfassungsrechtliche Klimaschutzziel des Art. 20a GG ist dahingehend konkretisiert, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur dem sogenannten „Paris-Ziel“ entsprechend auf deutlich unter 2 °C und möglichst auf 1,5 °C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Um das zu erreichen, müssen die nach 2030 noch erforderlichen Minderungen dann immer dringender und kurzfristiger erbracht werden. Von diesen künftigen Emissionsminderungspflichten ist praktisch jegliche Freiheit potenziell betroffen, weil noch nahezu alle Bereiche menschlichen Lebens mit der Emission von Treibhausgasen verbunden und damit nach 2030 von drastischen Einschränkungen bedroht sind. Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichts Nr. 31/2021 vom 29. April 2021 

 

Nun ist es an uns, den jungen Menschen ausreichend Möglichkeiten zu bieten, an der Gestaltung ihrer Zukunft aktiv mitzuwirken und sich zu beteiligen. Gerade Schulen und Bildungseinrichtungen können die kreativen und innovativen Potenziale der jungen Menschen für mehr Klimagerechtigkeit heben. Denn nur so werden wir den Herausforderungen der Klimakrise konstruktiv begegnen können. Unterricht allein reicht dazu allerdings nicht aus. Die Schüler*innen brauchen Freiräume und Orte, in denen sie experimentieren, sich erproben und Erfahrungen der Selbstwirksamkeit sammeln können – jenseits von Noten und Zertifikaten.

Mit unserem neuen Programm KlimaDatenSchule werden Schüler*innen aktiv. Sie sammeln vor Ort Klimadaten und nutzen diese für konkrete klimaschützende Projekte. Bei Nachgefragt Hoch Drei tauschen sich Berliner Schüler*innen mit Expert*innen aus dem Bereich Klimaschutz aus. Im Rahmen von Generationen im Gespräch wird die Aushandlung zwischen älteren und jüngeren Menschen zu den Themen Klimakrise und Nachhaltigkeit immer wichtiger.

Mehr dazu und Aktuelles aus weiteren Programmen lesen Sie in dieser Ausgabe unseres Newsletters. Ich wünsche Ihnen eine inspirierende Lektüre!

 

Herzliche Grüße aus Berlin 

Ihre Silke Ramelow mit dem Team von BildungsCent e.V. 

 
   

Aus den Programmen

KlimaDatenSchule

Neues Programm gestartet – Jetzt anmelden!

Was hat die Klimakrise mit Daten zu tun? Die Antwort darauf und vieles mehr finden Schüler*innen und Klimaschutz-Initiativen mit unserem neuen Programm KlimaDatenSchule heraus.

KlimaDatenSchule verknüpft Klimaschutz mit Daten- und Medienkompetenz. Die 200 teilnehmenden Schulen erhalten eine KlimaDaten-ToolBox sowie Zugang zur KlimaDaten-WebApp. Die Schüler*innen erheben eigenständig klimarelevante Daten in ihrem Umfeld und vernetzen sich mit von uns fortgebildeten Klimaschutz-Initiativen. Gemeinsam entwickeln sie ihre Data Literacy weiter und setzen datengestützte Klimaschutz-Projekte um.

Schulen und Klimaschutz-Initiativen können sich ab sofort für eine kostenlose Teilnahme anmelden.

KlimaDatenSchule ist ein Programm von BildungsCent e.V. und wird gemeinsam mit mediale pfade.org – Verein für Medienbildung e.V. umgesetzt. Es wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert.

 
   

KlimaGesundheit – Aktiv für Kitas

Unser Programm für Erzieher*innen in Ausbildung hat begonnen – Weitere Fachschulen für Teilnahme gesucht!

Unser Programm KlimaGesundheit – Aktiv für Kitas ist gestartet und die ersten digitalen Workshops mit Fachschulen für Erzieher*innen haben stattgefunden. Im Mittelpunkt stehen die klimabedingten gesundheitlichen Risiken und die Frage, was dies zukünftig für den Kitaalltag und die Erzieher*innen bedeutet.

Gemeinsam haben wir Alltagsszenarien in den Blick genommen und überlegt, wie wir mit der Zunahme an Extremwetterereignissen, Hitzewellen, blutsaugenden Insekten und allergenen Pflanzen in Zukunft umgehen können. Auch die Betrachtung der Kita und deren Räume eröffnete neue Perspektiven. Dabei sind zahlreiche Handlungsmöglichkeiten entstanden und die Erziehenden wissen nun, wie sie ihre Arbeit besser an den Klimawandel und dessen Folgen anpassen können.

Neben dem digitalen Workshop für die angehenden Erzieher*innen ist außerdem eine Materialkiste Teil des Programms – die KitaKlimaKiste. Sie ist gefüllt mit Anschauungsmaterialien und Informationen zum Thema und bietet viele Anregungen für die praktische Arbeit in Kitas.

Das Programm wird mit 15 ausgewählten Fachschulen für angehende Erzieher*innen erprobt und ausgewertet – einige Plätze haben wir noch zu vergeben!
Bei Interesse an einer Teilnahme können Sie sich hier anmelden.

KlimaGesundheit – Aktiv für Kitas wird im Rahmen der Deutschen Anpassungsstrategie vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert sowie durch das Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm 2030 der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz.

 
   

Generationen im Gespräch

Für mehr Begegnungen zwischen jungen und älteren Menschen

Junge und ältere Menschen verfassen gemeinsam ein Generationen-Manifest für ihre Kommune. Sie formulieren ihre Wünsche, Ideen und Forderungen für ein gutes Zusammenleben der Generationen. Sie suchen aktiv nach Lösungen und entwickeln Ideen, die dazu beitragen, den Austausch zwischen den Generationen langfristig zu stärken – z. B. eine Generationenbank oder eine Taschengeldbörse.

Bei Generationen im Gespräch geben wir in ganz Deutschland jungen und älteren Menschen einen Raum für Begegnung, Austausch und das Erkunden neuer sozialer Praktiken. Dafür arbeiten wir eng mit Kommunalverwaltungen zusammen und freuen uns, dass als 10. Kommune jetzt auch die Stadt Bismark mit dabei ist!

In den nächsten vier Wochen finden digitale Begegnungs-Formate in Lünen, Rhede (Ems) Frankfurt (Oder) und Rodewisch statt. Junge und ältere Menschen aus den teilnehmenden Kommunen können sich auf unserer Website informieren und für die Veranstaltungen anmelden. Aktuelle Infos zu Generationen im Gespräch finden Sie auch auf Instagram.

Generationen im Gespräch wird im Rahmen der SKala-Förderung und durch Mittel der Bundeszentrale für politische Bildung finanziert.

 
   

foodture – Ernährung mit Zukunft

Schulverpflegung in Deutschland

Ein wichtiger Hebel für das Thema „Ernährung mit Zukunft“ liegt in Schulen im Bereich der Schulverpflegung. Doch wie sieht die aktuelle Situation in Deutschland aus? Welche Potenziale für eine Veränderung hin zu mehr nachhaltiger Schulverpflegung gibt es? Diese Fragen wurden im Rahmen des Programms foodture genauer betrachtet.

Die Veröffentlichung foodture für eine nachhaltigere Schulverpflegung“ (PDF, 1 MB) gibt einen Einblick in das Thema Schulverpflegung in Deutschland. Daten und Fakten zur derzeitigen Situation und Diskussion sind zusammengestellt. Außerdem gibt die Veröffentlichung viele Anregungen für eine weitere Beschäftigung mit diesem wichtigen Thema. Möglichkeitsräume, Herausforderungen, Good-Practice-Beispiele und Unterstützungsangebote für Schulen sowie potentielle Stakeholder werden vorgestellt.

Das Programm foodture – Ernährung mit Zukunft wurde im Rahmen der Verbändeförderung durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.

 
   

Nachgefragt Hoch Drei

Online-Klimaworkshop mit drei Expert*innen für Berliner Schulen

Wie erzeugt Schlamm Elektrizität? Was haben Fische und Basilikum gemeinsam? Warum müssen Lieferketten nachhaltiger gestaltet werden?

In diesem Schuljahr gibt es noch einen freien Platz für einen interaktiven Online-Klima-Workshop mit Expert*innen-Gesprächen (ab Klassenstufe 7). Die Idee zum Programm Nachgefragt³ entwickelten Berliner Schüler*innen.

Lassen Sie Ihre Schüler*innen spannende Gespräche zum Klimawandel und deren Folgen zusammen mit Expert*innen aus Forschung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft führen.

„Es war spannend, mit Expert*innen aus verschiedenen Bereichen zu sprechen - zum Beispiel den Einfluss von Digitalisierung auf das Klima kennenzulernen.”  Aussage eines Schülers.

Weiterführende Berliner Schulen können sich über unsere Website anmelden oder eine E-Mail schreiben an klima@bildungscent.de.

Nachgefragt3 – Expert*innen, Expeditionen, Aktionen für den Klimaschutz wird im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz umgesetzt.

 
   

Planspiel – Müll im Meer

Planspiel Müll im Meer als Druckversion wieder verfügbar

Wir freuen uns sehr, dass unser Planspiel Müll im Meer nachgedruckt werden konnte. Kostenfreie Druckexemplare für Schulen können Sie hier bestellen.

Das Planspiel Müll im Meer wurde im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz und des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz entwickelt.

 
   

Energie und Klimaschutz in Kitas

Vom Handeln zum Wissen – Das vierte Jahr in Folge starten Klimaschutz-Projekte in Berliner Kitas

Zwei Klassen der Anna-Freud-Schule haben sich auch in diesem Jahr wieder mit der Frage beschäftigt, wie Klimaschutz in Kitas aussehen kann. Mit der kleinen Solarlampe, dem Thermometer oder den Kresse-Samen der „Berliner Klimakiste“ entwickelten die angehenden Erzieher*innen im Rahmen des Programms Energie und Klimaschutz in Kindertagesstätten ihr eigenes Konzept. Dieses stellen sie ganzen 40 Berliner Kitas vor.

Die „Berliner Klimakiste“ bietet Erzieher*innen in Kitas vielfältige Materialien, um die Themen Energie und Klimaschutz im Kita-Alltag zu verankern. Die Kinder werden dabei spielerisch an die Themen herangeführt und dürfen durch praktische Experimente, wie der Heizungsschlange und dem Regenmesser, das eigene Umfeld erforschen. Auf den Energierundgängen mit der Berliner Energieagentur nehmen die Kinder gemeinsam mit ihren Erzieher*innen die Kita genauer unter die Lupe und lüften viele spannende Fragen. Ganz nebenbei erfahren sie, wie kinderleicht Energiesparen sein kann.  

Das Programm wird von der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz gefördert und in Kooperation mit der Berliner Energieagentur umgesetzt.

 
   

In eigener Sache

BildungsCent e.V. sucht Unterstützung

Werkstudierende*r ab Anfang Juli gesucht

Zur Unterstützung in der Programmarbeit im Bereich innovativer Klimaschutz in Schulen suchen wir eine*n Werkstudierende*n (20 Std./Woche) ab Anfang Juli. Hier geht es zur Stellenausschreibung für Studierende, die sich für Zukunftsthemen interessieren. Der Arbeitsort ist Berlin. Wir freuen uns auf Bewerbungen!

 
   

Was andere machen

Bürgerrat Klima

Ein Bürgerrat für unsere Zukunft

Am 26. April 2021 startete der Bürgerrat Klima mit seiner Auftaktsitzung. 160 Menschen aus ganz Deutschland wurden dafür zufällig ausgelost und stellen dabei annähernd einen repräsentativen Querschnitt unserer Gesellschaft dar.
Die Frage an sie lautet: „Wie kann Deutschland die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens erreichen – und zwar unter Berücksichtigung gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und ökologischer Gesichtspunkte?“ In 12 Sitzungen werden sie Vorträge hören, in Kleingruppen diskutieren und Faktenchecker*innen befragen, um Erkenntnisse zu validieren. Dabei werden sie von einem Beirat aus Sozial-, Wirtschafts- und Umweltverbänden u.a. beraten.

Die 3. Sitzung findet am 5. Mai ab 18 Uhr statt und kann, wie alle Sitzungen, live mitverfolgt werden.

 

Students4Future

#SchuleNeuDenken – Public Climate School vom 17. bis 21. Mai 2021

Die Public Climate School (PCS) bringt Klimabildung in Schule, Uni und Gesellschaft. Eine Woche lang präsentieren Students-for-Future-Gruppen aus ganz Deutschland gemeinsam mit Schüler*innen, Lehrpersonen, Bildungsreferierenden und Expert*innen einen alternativen Stundenplan.

Die vierte Public Climate School findet vom 17. bis 21. Mai 2021 als Teil der BNE-Wochen der UNESCO-Kommission statt. Eine Woche lang wird das vielfältige Programm online zu sehen sein. Die Aufzeichnungen der Unterrichtseinheiten stehen auch im Nachhinein frei zur Verfügung. Sie richten sich an alle Klassenstufen.

 

Planet A – Umwelt im Internet

Jugendseite des Bundesumweltministeriums 

Wissen – Machen – Geld – so unterteilt sich die Jugendseite des Bundesumweltministeriums PLANET A . In der Rubrik „Wissen“ erscheinen alle zwei Wochen Fakten, Daten, Informationen und weiterführende Quellen zu einer Vielzahl von Umweltthemen: Klima, Energie, Ökosysteme und biologische Vielfalt, Mobilität, Ressourcen, Konsum, Gesundheit und Ernährung, Digitalisierung. Unter der Überschrift „Machen“ ist ein Überblick über die Beteiligungsangebote des Ministeriums für junge Menschen zu finden. Denn Umweltpolitik von heute bestimmt in vielen Bereichen die Lebensumstände und das Lebensumfeld zukünftiger Generationen. Voraussichtlich ab Mitte des Jahres 2021 soll der Jugendklimafonds starten, mit dem junge Menschen auf unbürokratische Weise in ihren Klimaschutz-Projekten unterstützt werden sollen. Mehr dazu im Bereich „Geld“.

 
   

Impressum

Über BildungsCent e.V.

Der gemeinnützige Verein BildungsCent e.V. setzt sich mit seinen unterschiedlichen Programmen seit 2003 für die Förderung einer nachhaltigen Lehr- und Lernkultur ein.

Verantwortlich für den Inhalt der Website und der Ausschreibung:

BildungsCent e.V. * Oranienstraße 183 * D-10999 Berlin
Tel.: +49 30 610 8144 80 * Fax: +49 30 610 8144 50 * E-Mail:
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Vorstand

Silke Ramelow (Vorsitz), Michael Wend (Stellvertr.), Dr. Christina Masuch Vereinsregister VR 22596 Nz

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