Hintergrund

Das Programm Stärken stärken unterstützte Schülerinnen und Schüler auf ihrem Bildungsweg, sich mit ihrer eigenen Persönlichkeit, mit ihrem individuellen Können und Wollen und ihren beruflichen Interessen auseinanderzusetzen.

 

Die bisherige Praxis der Berufsvorbereitung ist auf den verschiedenen Handlungsebenen in die Kritik geraten. Die Bedeutung der Berufsvorbereitung wird insbesondere an den allgemein bildenden Schulen unterschätzt und nimmt folglich häufig nicht den Stellenwert ein, den Betriebe und Unternehmen erwarten.

 

Der Tatbestand, dass ein Fünftel der jungen Männer und Frauen ihre Lehre abbricht (IAB Bericht), weil der Arbeitsalltag nicht ihren Vorstellungen entspricht, wirft die Frage auf, wo die Berufsorientierung eigentlich ansetzen muss. Von Seiten der Schulen ist zu beobachten, dass die Notwendigkeit einer stärker auf den einzelnen Schüler orientierten Berufsvorbereitung zwar erkannt wird, die zeitlichen Möglichkeiten und Ressourcen jedoch häufig nicht ausreichen.

 

Inhalte

Hier setzte das Programm Stärken stärken an, das sich als Beitrag zu einer verbesserten Vorbereitung der Berufswahlentscheidung in Schulen verstand. Bevor Schülerinnen und Schüler ihren individuellen Berufsweg gehen, stellen sich eine Menge Fragen. Was kann ich gut, was interessiert mich, wie sieht der Arbeitsalltag meines Lieblingsberufes aus, wie komme ich dahin und welche Voraussetzungen muss ich erfüllen? Wer kann mich dabei unterstützen und durch welche Schritte kann ich mein Ziel bereits gut vorbereiten?

 

 

In einer kompakten Stärken-Woche wurde den Schülerinnen und Schülern an einem außerschulischen Lernort (z.B. Unternehmen) externes Know-how durch einen SchulCoach-Team zur Verfügung gestellt. In verschiedenen Trainingseinheiten arbeiteten die Jugendlichen zu verschiedenen Schlüsselqualifikationen wie Teambildung, Kommunikation und Methodenkompetenz. Die Schülerinnen und Schüler wurden motiviert, eigenverantwortlich Arbeitsaufträge zum Thema „Verantwortung in der Arbeitswelt“ über eine Woche zu erarbeiten. Dabei übten sie sich in Kompetenzen, die sie für eine selbständige Gestaltung ihres Bildungsweges brauchen. Verantwortung, Eigenständigkeit, Motivation, Ergebnisorientierung und Durchhaltevermögen wurden durch praxisorientiertes Handeln im Laufe der Woche gestärkt. Das Erkennen der eigenen Stärken und des individuellen Potentials stand im Mittelpunkt sowie das Ausprobieren neuer Sichtweisen und Handlungsmöglichkeiten, um die späteren beruflichen Perspektiven zu erweitern.

 

Aussichten

Neben der Unterstützung der frühzeitigen individuellen Kompetenzentwicklung von Schülerinnen und Schülern lag der Sinn des Programms für die Schule in der Möglichkeit, auf ein außerschulisches Angebot zurückzugreifen und es in das schulinterne Konzept zur Berufsorientierung als Praxisblock zu integrieren. Darüber hinaus konnten wichtige Kontaktpartner für die Schule gewonnen werden, die auch nach Programmende von der Schule im Prozess der Berufsorientierung sinnvoll genutzt werden können.

 

 

Das Programm wurde betreut von Frau Ulrike Osang, die gern für Fragen zur Verfügung steht: Tel. 030-4393 3030

 

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