Die Idee

Ziel des Pilot-Programms Stärken stärken war es, den Schülerinnen und Schülern einen Raum zu bieten, in dem sie sich selbst mit ihren Kompetenzen auseinandersetzen können und ihre eigenen Fähigkeiten und Leistungsmöglichkeiten realistisch einschätzen lernen. Wichtig war dabei, dass die Jugendlichen selbst im Mittelpunkt stehen und in kreativer Auseinandersetzung mit ihren eigenen Interessen lernen, diese mit den Anforderungen der realen Berufswelt zu konfrontieren. Anhand eines thematisch angelegten roten Fadens ging es darum, die verschiedenen Facetten des eigenen Handelns in verschiedenen Tätigkeitsfeldern / Berufen kennenzulernen und für sich persönlich zu reflektieren. Für die Schülerinnen und Schüler bot sich so die Möglichkeit, sich Erfahrungsfelder zur Handlungskompetenz zu erschließen. Das Programm verstand sich als Impuls zu einer frühzeitigen Vorbereitung auf den Entscheidungsprozess für den weiteren Beruf zum Ende der Schulzeit.

 

Aufbau

Eine Schülergruppe verbrachte eine ganze Woche in einem Unternehmen. Der Ablauf von Montag bis Freitag war einer normalen Arbeitswoche in einem Ausbildungsberuf nachempfunden. Es gab festgelegte Anfangszeiten, klare Arbeitsaufträge und einen vorgegebenen Stundenplan. Zentrale Themen der Woche waren beispielsweise Verantwortung in ihrer Beziehung zur eigenen Person, im Arbeitsprozess, in der Gesellschaft. In der Ausbildung und im späteren Beruf übernehmen die Jugendlichen auf unterschiedliche Art und Weise Verantwortung. Sie sind zuständig für bestimmte Arbeitsabläufe und Ergebnisse und müssen diese meist in Kooperation mit anderen Menschen realisieren. Vielfältige Fähigkeiten sind verlangt.

Um die erforderlichen Kompetenzen für eine solche spätere berufliche Tätigkeit erfahrbar zu machen, standen nach der Analyse der individuellen Stärken und Schwächen unmittelbare Elemente des praktischen Handelns im Fokus. Die selbständige Kontaktaufnahme zu Betrieben und anderen Organisationen gab den Schülerinnen und Schülern Gelegenheit, sich an einem Praxistag selbst in einer verantwortlichen Tätigkeit zu erleben. Das Erkennen der eigenen Interessen und des individuellen Potentials standen dabei im Mittelpunkt. Durch das Ausprobieren neuer Erfahrungsfelder und Handlungsmöglichkeiten wurden spätere Handlungsoptionen erweitert. Die Potentiale des längerfristigen ehrenamtlichen Engagements als Praxisbereich zur Stärkung von Gestaltungskompetenzen wurden dargelegt. In der Praxis begegneten die Schülerinnen und Schüler Menschen in ihrem Berufsalltag und lernten die Anforderungen, die an die Personen gestellt werden, kennen. In mehreren Workshops über die Woche verteilt, ging es um die Stärkung beziehungsweise Ausbildung von Kernkompetenzen. Am Ende der Woche wurden die Arbeitsergebnisse zum Thema Verantwortung für meine Bildungsbiographie vor Unternehmensvertretern, Lehrern und Eltern präsentiert.

 

Die Stärken Woche wie eine entsprechende Vor- und Nachbereitung in der Schule wurde von einem SchulCoach®-Team durchgeführt.  Neben einer Unterstützung bei der schulischen Berufsorientierung lag der Sinn des Programms für die Schule in der Möglichkeit, praxisnahe Bildungsformen in Kooperation mit außerschulischen Partnern in das Schulprogramm zu integrieren.

 

KontaktImpressumSitemapDatenschutz & Haftung Weitersagen und Teilen