BildungsCent e.V.
    Februar 2021
   

Unser Editorial

BildungsCent, Germanwatch und Haus der Kulturen der Welt legen erste Übersetzung „BNE 2030" der UNECSO vor

 

Aus den Programmen

 
 

Nachgefragt3 – Noch wenige Plätze frei bis April 2021!

foodture – Lernen als Weg der Veränderung – Unser Video zum Programm 

KlimaGesundheit – Neues Programm für Erzieher*innen in Ausbildung – Fachschulen für die Teilnahme gesucht!

Generationen im Gespräch – Den demografischen Wandel in Kommunen gestalten

 

In eigener Sache

 
 

#FutureNow: Schulen für Nachhaltigkeit  8 Schulen für Kooperationsprojekt mit dem Goethe-Institut Irland gesucht

 

Was andere machen

 
 

Students4Future

 
   

Editorial

Liebe Leser*innen,

 

zur Frage „Welche Kritik an Ihrer Arbeit schmerzt Sie besonders?“ schreibt eine Mitarbeiterin einer Schule in Duisburg in der der ZEIT (Nr. 7/21): „Ich bin in der glücklichen Lage, dass ich keine schulischen Leistungen benote, sondern eine zusätzliche Ansprechpartnerin für die Schüler sein darf, die sich um sie und ihre Zukunft kümmert. Daher bin ich in meiner Arbeit wenig Kritik ausgesetzt. Anders als die Schüler übrigens, die ständig bewertet werden.“

Das könnte bedeuten: Glücklich sind diejenigen, die keine schulischen Leistungen benoten müssen. Glücklich sind diejenigen, die sich um die Schüler*innen und ihre Zukunft kümmern dürfen. Und unglücklich sind diejenigen, die ständig bewertet bzw. kritisiert werden.

Wenn Noten diejenigen unglücklich machen, die sie geben müssen, wie auch diejenigen, die sie erhalten, wäre es dann nicht eine gute Idee, eine gewisse Zeit lang auf Noten zu verzichten? Unglücklich werden weder das schulische Personal noch die Schüler*innen in der Lage sein, den aktuellen Herausforderungen zuversichtlich zu begegnen. Und sie werden auch nicht in der Lage sein, Chancen in der Digitalisierung oder in der Anwendung neuer Lehr- und Lernarrangements zu erkennen und zu nutzen.

Wenn es – anders herum formuliert – glücklich macht, sich bewertungs- und kritikfrei mit den Schüler*innen und ihrer Zukunft zu beschäftigen, warum können diese Themen nicht viel mehr Raum im schulischen Leben bekommen? Zum Beispiel könnte ein bisschen Zukunft in die Schule geholt und Lernmethoden erprobt werden, die Start-ups und junge Unternehmen nutzen, denn gelernt wird nicht nur in der Schule! Die Schüler*innen könnten neue Themen bearbeiten, die ihre aktuelle Lebenswelt betreffen und das Kollegium dazu fortbilden. Es könnte ein FREI DAY eingeführt werden. Außerschulische Partner*innen oder Expert*innen, die sich die Schüler*innen ausgesucht haben, könnten das Schulleben analog oder digital bereichern. Es könnte der Dialog mit der älteren Generation begonnen oder ein Schüler*innen-Parlament aufgebaut werden, das für eine Weile die Geschäfte übernimmt.

Ja, die aktuellen Herausforderungen im schulischen Bereich sind für alle enorm groß. Die Wahrscheinlichkeit, unglücklich zu sein, steigt dementsprechend an. Lernen sollte aber immer auch mit Begeisterung und Selbstwirksamkeit der Schüler*innen verbunden sein. Begeisterung und Selbstwirksamkeit sind in Zeiten einer solchen Pandemie wichtiger denn je, wollen wir die Schüler*innen nicht als Lernende verlieren, sondern sie stärken, zuversichtlich der Welt von heute und von morgen zu begegnen.

 

Herzliche Grüße aus Berlin

Ihre Silke Ramelow mit dem Team von BildungsCent e.V. 

 

 
   

BNE 2030 – für eine gerechtere und nachhaltigere Welt.

Die vorläufige deutsche Übersetzung – ausschnitthaft und komprimiert

Das neue UNESCO Framework ESD for 2030 – Towards achieving the SDGs (UNESCO-Programm BNE 2030) stellt das Lehren und Lernen ins Zentrum der notwendigen Transformation hin zu einer nachhaltigeren und gerechteren Welt.

Das UNESCO-Programm BNE 2030 wurde bereits im September 2019 der UN vorgelegt und von der UN-Vollversammlung am 19. Dezember 2019 beschlossen. Bisher fehlt eine offizielle deutsche Übersetzung.

Um diese Lücke zu füllen, legen wir, BildungsCent e.V., Germanwatch und das Haus der Kulturen der Welt, eine vorläufige Übersetzung vor. Sie beinhaltet die aus unserer Sicht wichtigsten Teile und Aspekte aus Kapitel vier und fünf des Programms BNE 2030. 

Es handelt sich dabei nicht um eine wörtliche Übersetzung, sondern um einen ersten Versuch, das UNESCO-Programm BNE 2030 auf Deutsch verfügbar zu machen. Dafür wurden die zum Teil längeren Texte komprimiert bzw. die aus unserer Sicht wichtigsten Aspekte extrahiert. Mit unserer Übersetzung erheben wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Vielmehr erwarten wir mit Spannung die offizielle Übersetzung der Bundesregierung. 

Hier gelangen Sie auf unsere Website und hier direkt zum Download der Übersetzung im PDF-Format.

 
   

Aus den Programmen

NachgefragtHochDrei – Expert*innen, Expeditionen und Aktionen für den Klimaschutz

Noch wenige Plätze frei bis April 2021!

Was hat das Thema Lebensmittelverschwendung mit dem Klimawandel zu tun? Wieso sollten Themen wie Digitalisierung und Umweltschutz zusammen gedacht werden? Wie kann ich mich als Einzelne*r mit Gleichgesinnten vernetzen und gesellschaftliche Veränderungen vorantreiben? Diese und ähnliche Fragen stellen Schüler*innen eingeladenen Expert*innen in Online-Klimaworkshops von Nachgefragt3. Die Expert*innen kommen aus unterschiedlichen Bereichen und Themenfeldern und erarbeiten in Kleingruppen gemeinsam mit den Schüler*innen Handlungsoptionen.
Weiterführende Schulen in Berlin ab Klassenstufe 8 können sich anmelden unter: https://nachgefragt-hoch-drei.bildungscent.de/anmeldung/. Die Umsetzung der Workshops wird über die Videokonferenztools MS Teams oder Zoom angeboten.
BildungsCent e.V. setzt das Programm Nachgefragt³ – Expert*innen, Expeditionen, Aktionen für den Klimaschutz im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz um.

 
   

foodture – Ernährung mit Zukunft

Lernen als Weg der Veränderung – Unser Video zum Programm

Wie gelingt es, komplexe Themen der Zukunft zu bearbeiten? Wie können wir alle gemeinsam lernen? Und warum ist das so wichtig?

In unserem Programm foodture tauschten zum Beispiel Schüler*innen und Lehrer*innen ihre Rollen. Die Schüler*innen entwickelten eine Fortbildung für ihre Lehrer*innen zum Thema Ernährung und Klimawandel und führten diese selbst durch.
In einem kurzen Video veranschaulichen wir das Format des Rollentauschs und bieten weitere Ideen und Anregungen, sich mit dem wichtigen Zukunftsthema „Unser Essen und das Klima“ zu beschäftigen – und in der Schule oder anderswo aktiv zu werden.
Unser Tipp: Einfach loslegen!

Wir wünschen eine gute Inspiration.

Hier geht es zum Video auf dem YouTube-Kanal von BildungsCent e.V. 

foodture wird im Rahmen der Verbändeförderung durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.

 
   

KlimaGesundheit – Aktiv für Kitas

Neues Programm für Erzieher*innen in Ausbildung – Fachschulen für Teilnahme gesucht!

In unserem neuen Programm KlimaGesundheit – Aktiv für Kitas richten wir uns an Fachschulen für Erzieher*innen. Gemeinsam beschäftigen wir uns mit Handlungsmöglichkeiten in Bezug auf die Anpassung an die Folgen des Klimawandels und wollen das Thema in der Ausbildung etablieren. Im Zentrum stehen die klimabedingten gesundheitlichen Risiken für Kinder und die Frage, was das zukünftig für den Kitaalltag bedeutet.

Hierfür bieten wir einen digitalen Workshop für angehende Erzieher*innen an. Teil des Programms ist außerdem eine Materialkiste – die KitaKlimaKiste. Sie ist gefüllt mit Anschauungsmaterialien und Informationen zum Thema und bietet viele Anregungen für die praktische Arbeit in Kitas.

Das Programm wird pilothaft mit 15 ausgewählten Fachschulen für angehende Erzieher*innen erprobt und ausgewertet.
Bei Interesse an einer Teilnahme können Sie sich hier anmelden.

Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier.

KlimaGesundheit – Aktiv für Kitas wird im Rahmen der Deutschen Anpassungsstrategie gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie durch das Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm 2030 der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz.

 
   

Generationen im Gespräch

Den demografischen Wandel in Kommunen gestalten 

Wie kann das Zusammenleben in Kommunen so gestaltet werden, dass ein gutes Miteinander der Generationen gelingt?
Im Programm
Generationen im Gespräch versuchen wir gemeinsam mit 10 Kommunen Antworten auf diese Frage zu finden.

Im nordrhein-westfälischen Düren haben Bürger*innen in Online-Workshops zum Beispiel ein Generationen-Manifest mit ihren Wünschen und Forderungen für ein generationengerechtes Düren formuliert. Es wurden konkrete Ideen ausgearbeitet, wie das erreicht werden kann.
In Linz am Rhein treffen sich Alt und Jung am 25. Februar 2021 in unserer Generationen-Werkstatt – einem Online-Workshop, um an der Umsetzung bereits bestehender Ideen zu feilen.

Wir beobachten im Programm Generationen im Gespräch, dass es in Kommunen oft an Orten und Gelegenheiten für Begegnungen zwischen Alt und Jung fehlt. Der Wunsch danach ist aber groß. Denken Sie selbst einmal darüber nach, wo Sie Menschen aller Generationen treffen und dies nicht beim flüchtigen Einkaufen? Generationen im Gespräch schafft diese Räume, in denen Alt und Jung zusammenkommen und die Entwicklung ihrer Stadt mitgestalten können. Mehr über Generationen im Gespräch finden Sie hier.

Generationen im Gespräch wird im Rahmen der SKala-Förderung und durch Mittel der Bundeszentrale für politische Bildung finanziert.

 
   

In eigener Sache

#FutureNow: Schulen für Nachhaltigkeit

Schulpartnerschaften im Ausland: 8 Schulen für Kooperationsprojekt mit dem Goethe-Institut Irland gesucht

Wie kann jede*r Einzelne von uns dazu beitragen, die Welt zu verändern? Wie gehen Menschen in verschiedenen Regionen Nordwest-Europas mit dem Thema Nachhaltigkeit um? Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es? Und, was können wir am Beispiel der anderen lernen und für unseren Alltag übernehmen?
Genau diesen Fragen widmet sich das Projekt
#FutureNow – Schulen für Nachhaltigkeit, das sich an den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung orientiert.
Wir suchen acht deutsche Sekundarschulen, die Lust haben sich mit je zwei Lehrkräften und Schüler*innen ab 14 Jahren zu beteiligen und in eine Partnerschaft mit einer Auslandsschule der Region Nordwest-Europa zu treten.Für die Lehrer*innen findet am 15. und 16. April ein Auftakt-Workshop statt, zu den Themen Online-Kommunikationstools für den (Sprach-)Unterricht sowie Materialien zum Thema Nachhaltigkeit.

Schüler*innen haben die Möglichkeit ihre Sprachkenntnisse auch außerhalb des Klassenzimmers anzuwenden.

Interesse an einer Teilnahme?
Dann senden Sie uns eine E-Mail an: info[at]bildungscent[dot]de und wir nehmen gerne Kontakt zu Ihnen auf.

#FutureNow wird umgesetzt vom Goethe-Institut Irland.

 
   

Was andere machen

Students4Future

#SchuleNeuDenken – Mitwirkende für das Schulprogramm der 4. Ausgabe der Public Climate School gesucht

Im Mai 2021 startet die 4. Ausgabe der Public Climate School, organisiert von Students4Future. Dafür entwickeln die Organisator*innen einen alternativen Stundenplan, der sich mit Themen rund um die Klimakrise befasst. 
Worum geht es?
In der Public Climate School erhalten Lehrpersonen einen Stundenplan mit fertig ausgearbeitete Unterrichtseinheiten bestehend aus Impulsvorträgen mit anschließender Diskussionsrunde, Live-Unterricht oder Workshops. Diesen können sie ganz einfach in ihren Unterricht integrieren. Junge Menschen können sich so mit Themen rund um die Klimakrise und deren Dringlichkeit vertraut machen. Es geht um klimaspezifisches Wissen ebenso wie um Handlungsmöglichkeiten. Schüler*innen werden bestärkt, selbst aktiv zu werden. Wer mitmachen und das Schulprogramm der Public Climate School im Vorfeld mitgestalten möchte, ist herzlich eigeladen. Schüler*innen und Lehrer*innen können sich per E-Mail wenden an: schuleneudenken[at]fridaysforfuture[dot]de.

Für alle anderen entsteht eine Plattform mit Ideen und Arbeitsmaterialien, um ohne großen Mehraufwand relevante Themen in den Unterricht einzubinden. Wir werden weiter darüber informieren. 

 

 
   

Impressum

Über BildungsCent e.V.

Der gemeinnützige Verein BildungsCent e.V. setzt sich mit seinen unterschiedlichen Programmen seit 2003 für die Förderung einer nachhaltigen Lehr- und Lernkultur ein.

Verantwortlich für den Inhalt der Website und der Ausschreibung:

BildungsCent e.V. * Oranienstraße 183 * D-10999 Berlin
Tel.: +49 30 610 8144 80 * Fax: +49 30 610 8144 50 * E-Mail:
info@bildungscent.de

Vorstand

Silke Ramelow (Vorsitz), Michael Wend (Stellvertr.), Dr. Christina Masuch Vereinsregister VR 22596 Nz

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