Aktuelles aus dem Programm

Zwischentreffen der SchulCoaches in Berlin

Am 14. Dezember 2009 trafen sich alle SchulCoaches des Programms Mitwirkung in Sicht zur ganztägigen Zwischenbilanz in den Räumlichkeiten des BildungsCent e.V.

 

Die eigens für dieses Programm beauftragte Evaluatorin Susanna Krüger begleitet den Einsatz der SchulCoaches unter dem Blick der Wirkungsanalyse. Von Anfang an setzen sich die SchulCoaches intensiv mit der Frage auseinander, wie die verschiedenen Interessen innerhalb der Projektgruppe zu erfassen sind und wie eine gemeinsame Handlungsrichtung für die Schule entwickelt werden kann. Wenn es gilt, gemeinsame Ziele zu erarbeiten, ist es wichtig, dass alle ein gemeinsames Bild von dem haben, was die Ausgangssituation ist und wohin man will.

 

Was sich leicht anhört, stellt sich in der Praxis häufig als sehr herausfordernd dar. An die Entwicklung eines realistischen Bildes schließen sich die Fragen an, was genau glaubt man verändern zu können und wie können konkrete Ziele aussehen. Auch dies ist ein Prozess der viel analytische Schärfe verlangt, denn zu jedem Ziel stellt sich die Frage, woran man merkt, dass sich in der Praxis die gewünschten Veränderungen ereignen.

 

Anhand der konkreten inhaltlichen Arbeitssituationen in den Schulen wurden die Prozesse gemeinsam analysiert und diskutiert. Wie gerade Veränderungen in den Einstellungen und Haltungen zur Partizipationsförderung der beteiligten Personen zu beobachten und wie sie zu dokumentieren sind, wurde in intensiven Beratungen festgehalten.

 

Für die Arbeit in den Schulen ist das Bemühen um einen gemeinsamen Kommunikationsprozess ein wichtiger Bestandteil der SchulCoach Tätigkeit. Konkrete Informationen zu den einzelnen Schulen und den SchulCoaches finden Sie auf unter Aktuelle Projekte.

 

Das Programm Mitwirkung in Sicht ist in das neue Schuljahr 2009/2010 gestartet

Kinder benötigen früh die Erfahrungen von Mitwirkung und Gestaltung der eigenen Lebenswelt auch und gerade in der Schule.

 

Wie dieses Anliegen in der konkreten Praxis umgesetzt werden kann, ist keine einfache Sache. Woran können Schülerinnen und Schüler beteiligt werden, wozu dient es und was ist dafür erforderlich? Welche Rolle haben die Pädagogen dabei und welche die Eltern? Welche Anforderungen stellt die Stärkung von Partizipation an alle Beteiligten?

 

Zehn am Programm Mitwirkung in Sicht des Bildungscent e.V. teilnehmende Grundschulen aus sieben Bundesländern gehen seit Oktober 2009 dieses Themenfeld ganz praktisch an und erarbeiten Wege, um diesen Prozess der Partizipationserfahrung voranzutreiben.

Unterstützt werden sie dabei von zehn SchulCoaches, die für einen Zeitraum von ca. vier Monaten den Schulen zur Verfügung stehen. Sie begleiten die Schulen dabei, zu analysieren, was zum Thema bereits realisiert wird, wo es vielleicht noch Verbesserungspotentiale gibt oder welche Wünsche endlich angegangen werden sollen. Nach einer ersten Bestandsaufnahme werden Ziele festgehalten und ein konkreter Zeit- und Arbeitsplan festgelegt. Denn alle Beteiligten wissen, dass die Zeit der Begleitung schnell vorbei ist, und dass es wichtig ist, schnell ins Tun zu kommen. In diesem Prozess übernehmen die SchulCoaches oft die Rolle des Moderators und Impulsgebers. Sie dokumentieren die Arbeitsergebnisse, geben Feedback mit dem Blick des Externen und machen den Kommunikationsverlauf transparent oder binden nicht selten auch weitere Personen mit in die thematische Arbeit ein.

 

Da die Ausgangsbedingungen in jeder Schule verschieden sind, sind die Themen, die bearbeitet werden, entsprechend vielfältig. Beispielsweise ist sich die Grundschule am Planetarium in Berlin schnell darüber klar geworden, dass sie sich über eine interne Fortbildung im Kollegium zunächst mit den Potentialen und Herausforderungen von Partizipation beschäftigen will. Infolge der Fortbildung sollen die notwendigen Etappen zur Verbesserung der Arbeit in den Klassenräten angegangen werden bzw. die Initiierung einer Schülerversammlung vorangebracht werden.

 

Zeitgleich finden sich die Mitglieder der Projektgruppe in der Grundschule 1 in Schöneiche ein und werten die Ergebnisse einer ersten Erhebungsphase aus. Hier hat der SchulCoach schon eine Menge Gespräche mit den verschiedenen Gruppen der Schulgemeinschaft geführt. Noch sind die Interessen von Eltern, Lehrern, Schülern, Schulleitung und der Schulsozialarbeiterin schwer zusammenzubringen, aber mit Hilfe des SchulCoaches werden die Wünsche gesammelt und strukturiert. Danach wird gemeinsam entschieden, wo sich ein gemeinsamer Nenner für die Bearbeitung des Themas einer verbesserten Partizipationskultur findet.

 

Allen Schulen gemeinsam ist, dass es darum geht, Wege für mehr Miteinander auf Augenhöhe zu entwickeln. Diesen Prozess konkret in Schulen anzustoßen, ist ein wichtiges Anliegen des Programms.

 

Eine Liste der in diesem Schulhalbjahr 2009/2010 teilnehmenden Schulen können Sie hier einsehen.

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